Eine Lasagne, die wirklich begeistert, ist unten saftig, oben goldbraun und schmeckt Schicht für Schicht nach mehr: langsam geschmortes Ragù, samtige Béchamel, Pasta und eine kräftige Käsekruste. Dieses Rezept setzt auf gute Zutaten, genug Zeit und ein paar entscheidende Handgriffe. „Weltbeste“ ist natürlich Geschmackssache – aber diese Version ist unser großer Sonntagsklassiker für alle, die Lasagne richtig gut machen möchten.
Auf einen Blick
- Portionen: 6
- Vorbereitung: etwa 35 Minuten
- Kochzeit für das Ragù: 90–120 Minuten
- Backzeit: 35–45 Minuten
- Schwierigkeitsgrad: mittel
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Für das Ragù
- Rinderhackfleisch
- Pancetta oder durchwachsener Speck
- große Zwiebel
- Möhren
- Stangen Staudensellerie
- Olivenöl
- Tomatenmark
- trockener Rotwein oder Rinderbrühe
- passierte Tomaten
- Rinderbrühe
- Lorbeerblatt
- getrockneter Oregano (optional)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffernach Geschmack
Für die Béchamel
- Butter
- Weizenmehl
- Milch
- Salz, Pfeffer und Muskatnussnach Geschmack
Zum Schichten
- Lasagneplatten
- frisch geriebener Parmesan
- Mozzarella, gut abgetropft
- Butter für die Auflaufformetwas
Hinweis: Gemüse, Gewürze und die passende Form können je nach Geschmack angepasst werden. Bei sehr großen Mengen kann sich die Garzeit verlängern.
Zutaten
Für das Ragù
- 700 g Rinderhackfleisch, gern mit etwas Fett für mehr Geschmack
- 150 g Pancetta oder durchwachsener Speck, fein gewürfelt
- 1 große Zwiebel
- 2 Möhren
- 2 Stangen Staudensellerie
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 150 ml trockener Rotwein (alternativ Rinderbrühe)
- 800 g passierte Tomaten
- 250 ml Rinderbrühe
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL getrockneter Oregano (optional)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für die Béchamel
- 80 g Butter
- 80 g Weizenmehl
- 1 Liter Milch, am besten nicht eiskalt
- Salz, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss
Zum Schichten
- 250–300 g Lasagneplatten (je nach Form und Packungsangabe)
- 150 g frisch geriebener Parmesan
- 200 g Mozzarella, gut abgetropft und klein gezupft
- etwas Butter für die Auflaufform
Zubereitung: Schritt für Schritt
1. Gemüse fein schneiden
Zwiebel, Möhren und Sellerie sehr fein würfeln. Je kleiner und gleichmäßiger das Gemüse ist, desto besser verschmilzt es später mit der Sauce. Pancetta ebenfalls fein schneiden.
2. Röstaromen aufbauen
Olivenöl in einem großen, schweren Topf erhitzen. Pancetta langsam auslassen, dann das Gemüse zugeben und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten weich dünsten. Das Hackfleisch portionsweise dazugeben und kräftig anbraten, bis es Farbe bekommt. Den Topf nicht überfüllen – sonst kocht das Fleisch im eigenen Saft, statt zu bräunen.
3. Ragù langsam schmoren
Tomatenmark einrühren und 1–2 Minuten rösten. Mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Passierte Tomaten, Brühe und Lorbeerblatt dazugeben. Alles auf kleiner Hitze mindestens 90 Minuten sanft köcheln lassen, gern bis zu 2 Stunden. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe ergänzen. Am Ende mit Salz, Pfeffer und optional Oregano abschmecken. Die Sauce soll kräftig und aromatisch sein, aber nicht wässrig.
4. Béchamel ohne Klümpchen kochen
Butter in einem Topf schmelzen. Mehl einrühren und unter ständigem Rühren etwa 1–2 Minuten anschwitzen, ohne es braun werden zu lassen. Die Milch nach und nach zugießen und dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren. Bei niedriger bis mittlerer Hitze 5–8 Minuten köcheln, bis die Sauce glatt und cremig ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Ist sie sehr dick, etwas Milch einrühren.
5. Lasagne schichten
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (etwa 25 × 35 cm) dünn buttern. Zuerst etwas Ragù und Béchamel auf dem Boden verteilen. Lasagneplatten darauflegen, dann Ragù, Béchamel und etwas Parmesan. Wiederholen, bis alles aufgebraucht ist. Mit einer Schicht Béchamel abschließen, Parmesan darüberstreuen und den Mozzarella darauf verteilen. Die Platten sollten überall Sauce berühren, damit sie gleichmäßig garen.
6. Backen und ruhen lassen
Die Lasagne 35–45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce am Rand blubbert. Wird der Käse zu dunkel, die Form locker mit Backpapier oder Folie abdecken. Vor dem Anschneiden 15–20 Minuten ruhen lassen. Dieser Schritt ist wichtig: Die Schichten setzen sich und die Stücke bleiben saftiger und schöner in Form.
Die fünf Geheimnisse einer richtig guten Lasagne
- Zeit ist Geschmack: Ein langsam geschmortes Ragù schmeckt runder als eine hastig gekochte Sauce.
- Fleisch wirklich anbraten: Röstaromen bringen Tiefe. Lieber in zwei Portionen arbeiten.
- Keine wässrige Füllung: Das Ragù sollte dicklich sein, sonst wird die Lasagne instabil.
- Béchamel selbst machen: Sie verbindet die Schichten und sorgt für Cremigkeit.
- Vor dem Servieren ruhen lassen: Nicht direkt aus dem Ofen schneiden.
Kann ich die Lasagne vorbereiten?
Ja. Das Ragù lässt sich am Vortag kochen und im Kühlschrank aufbewahren. Du kannst die Lasagne auch vollständig zusammensetzen, abdecken und gekühlt lagern; vor dem Backen sollte sie nicht eiskalt in den Ofen kommen. Plane gegebenenfalls etwas zusätzliche Backzeit ein und prüfe, dass sie in der Mitte vollständig heiß ist. Reste zügig abkühlen, im Kühlschrank aufbewahren und gründlich wieder erhitzen.
Was passt dazu?
Am besten passen ein einfacher grüner Salat mit einer frischen Vinaigrette und etwas knuspriges Brot. Die Lasagne selbst ist reichhaltig genug – schwere Beilagen braucht es nicht. Wer italienische Saucen liebt, findet auch unseren Beitrag Bolognese oder Ragù alla bolognese: Was ist der Unterschied? spannend.
CultTaste-Tipp: Für das beste Ergebnis lieber ein wenig mehr Zeit fürs Ragù einplanen als zusätzliche Zutaten hineinzupacken. Gute Lasagne lebt von Balance, Röstaromen und sauberen Schichten.